Druckabfall Prüfung
| Sensor | Was wird detektiert/ gemessen? | Nachweisgrenze |
|---|---|---|
| Drucksensor | Druck 1 – 0,1 mbar/s | 10-4 mbar•l/s bei 0,1mbar, 0,0001l Volumen und 1s |
Methode
Das Prüfteil oder die Prüfkammer werden mit Druck beaufschlagt oder evakuiert. Das Grobleck wird bei der LIWO Methode über den erreichten Prüfdruck ermittelt. Das Feinleck wird über den Druckabfall (Druckanstieg im Vakuum) bestimmt.
Das Prüfmedium
ist meist Luft, seltener andere Gase.
Die Nachweisgrenze
liegt bei Druckänderungen im Bereich von 0,1 – 1 mbar/s.
Erkennbare Leckageraten in Prüfanlagen
sind erkennbar bis 10-4 mbar•l/s (extrem abhängig vom Prüfvolumen).
| Werker unabhängig | + + + | |
| Investitionskosten | + + + | Meist das billigste Prüfverfahren |
| Prüfteil trocken | + + + | |
| Betriebs- und Wartungskosten | + + | Regelmäßige Kalibrierung erforderlich |
| Messzeiten | + + | Eher kurz, da lange Messzeiten wegen der Temperatur-empfindlichkeit kritisch sind. |
| Volumen-unabhängig | - - - | Die gleiche Leckage bewirkt bei einem großen Volumen nur eine geringe Druckänderung. Bei einem kleinen Volumen ist die Druckänderung wesentlich größer. |
| Einfluss einer Temperatur-änderung | - - - | Der Temperatur-einfluss ist meist weitaus größer als die Nachweisgrenze des Sensors. Außerdem steigt der Temperatur-einfluss mit dem Druck im Prüfvolumen! |
| Einfluss einer Volumenänderung | - - - | Ändert sich das Prüfvolumen während der Messung, so bewirkt dies ebenfalls eine Druckänderung. |
| Lokalisierung | - - - | Keine Lokalisierung |
| Prüfgas | + + + | Luft |
| Grobleck-problematik | + + + | Durch spezielle LIWO Methode umgangen |
Messprinzip - Sensor
Als Sensor kommt ein Drucksensor zum Einsatz.
Messprinzip – Prüfanlage/-vorrichtung
Das Prüfteil oder die Prüfkammer werden mit Druck beaufschlagt oder evakuiert. Das Grobleck wird bei der LIWO Methode über den erreichten Prüfdruck ermittelt.
Das Feinleck wird über den Druckabfall (Druckanstieg im Vakuum) bestimmt.
Achtung: Die Feinde der Differenzdruckprüfung
Prüfvolumen
Da nicht die aus dem Leck austretende Gasmenge detektiert wird, sondern die indirekte Druckänderung, muss berücksichtigt werden, dass ein und dasselbe Leck bei einem kleinen Volumen eine große Druckänderung bewirkt, bei einem großem Volumen jedoch nahezu keine Druckänderung. DPLT eignen sich also tendenziell eher für kleinere Volumen bzw. für hohe zulässige Leckageraten.
Temperatur- oder Volumenänderung während der Messzeit
Leider kann eine Druckänderung nicht nur durch ein Leck hervorgerufen werden. Eine Temperatur- oder eine Volumenänderung während der Messzeit bewirken ebenfalls eine Druckänderung. Soll eine Druckabfallprüfanlage zuverlässig funktionieren, so muss die Druckänderung aufgrund der geforderten Grenzleckagerate deutlich höher sein, als die Druckänderung durch die genannten Einflüsse. Schon das Einlegen eines Prüfteils durch einen Werker kann das Prüfteil erwärmen. Durch die anschließende Abkühlung kann das Ergebnis stark verfälscht werden.
Beispiele zu den Feinden der Differenzdruckprüfung
Prüfvolumen
Eine Leckage von 6cm3/min. = 10-1 mbar•l/s erzeugt bei unterschiedlichen Volumina innerhalb von 10s folgende Druckänderungen:
| Volumen | Druckdifferenz |
|---|---|
| 0,1l | 1000Pa |
| 1l | 100Pa |
| 10l | 10Pa |
| 100l | 1Pa |
Temperaturänderung während der Messzeit
Eine Temperaturänderung von 0,1°C bewirkt in Abhängigkeit des Prüfdrucks folgende Druckänderungen:
| Prüfdruck (Überdruck gegen Atmosphäre) | Druckdifferenz |
|---|---|
| 0,1 bar | 38 Pa |
| 1 bar | 68 Pa |
| 2 bar | 102 Pa |
| 5 bar | 205 Pa |
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